Allergie gegen Schimmelpilze
Bei Allergikern reagiert das Immunsystem auf die antigenen Oberflächen tierischer oder pflanzlicher Eiweiße, die eigentlich keine Gefahr für den Körper darstellen. Prinzipiell kann dabei jede Substanz zum Auslöser einer Allergie werden.Auslöser von Schimmelpilzallergien sind die Sporen (Samenkapseln) der Schimmelpilze. Die Schimmelpilze wachsen an feuchten, warmen Stellen wie Komposthaufen, Biotonnen, aber auch an Luftbefeuchtern und im Badezimmer. Ihre Sporen schweben in der Luft und werden über die Atemwege aufgenommen, wo sie allergische Reaktionen auslösen können. Schimmelpilze können auch über die Nahrung in Form von verdorbenen Produkten oder veredelten Nahrungsmitteln wie Käse oder Wein aufgenommen werden.
Symptome
Werden die Sporen der Schimmelpilze eingeatmet, können sie Schnupfen, Niesen, Husten und Atemnot hervorrufen. Werden die Sporen auch über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, können sie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall auslösen.Diagnose
Besteht der Verdacht einer Allergie gegen Schimmelpilze, lässt sich dies mit einem Allergietest nachweisen.Therapie
Besteht eine Schimmelpilzallergie, sollte die Entstehung und Verbreitung der Sporen verhindert werden und der Kontakt weitestgehend vermieden werden. Dazu sollte beispielsweise die Feuchtigkeit der Raumluft durch regelmäßiges Lüften und Verzicht auf Topfpflanzen und Luftbefeuchter möglichst unter 60% gesenkt werden. Auch sollte darauf geachtet werden, dass Lebensmittel so gelagert werden, dass sich kein Schimmel bilden kann.Wer unter eine Schimmelpilzallergie leidet, sollte sich in jedem Fall in ärztliche Behandlung begeben. Die Beschwerden einer Schimmelpilzallergie lassen sich mit Medikamenten behandeln. Langfristig kann eine Schimmelpilzallergie durch eine Immuntherapie in ihrer Wirkung vermindert und in vielen Fällen sogar ganz geheilt werden.