Schutz gegen H1N1-Influenza
Das H1N1-Virus kann in der Umwelt außerhalb des menschlichen Körpers überleben und so andere Menschen nach einer Übertragung anstecken. Wie bei der saisonalen Influenza erfolgt auch die Übertragung der H1N1-Influenzaviren vermutlich überwiegend durch Tröpfchen. Diese werden beim Sprechen und besonders beim Husten oder Niesen in die Umgebungsluft abgegeben und können von anderen Menschen eingeatmet werden. Auch über die Augen können Viren in den Körper eindringen.Einige Studien vermuten, dass eine Übertragung auch erfolgen kann, wenn man mit den Händen Oberflächen berührt, die zuvor mit virushaltigen Tröpfchen oder Sekreten verschmutzt sind, weil und die Hand anschließend zum Mund oder zur Nase führt.
Verhaltensregeln
Um die Ansteckung mit dem H1N1-Virus zu vermeiden, sollte man daher folgende Verhaltensregeln beachtenHygiene beachten
Die Hände kommen den ganzen Tag über mit Gegenständen und Menschen in Berührung – und möglicherweise auch mit Viren. Die Influenza-Viren können dann von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übertragen werden. Daher sollte man die Hände oft reinigen, besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang oder direkt nach der Ankunft zu Hause.
Um zu verhindern, dass Viren von den Händen an Mund, Nase und Augen gelangen können, sollte man sein Gesicht nicht mit den Händen berühren.
Da die Anzahl von Viren in der Luft von geschlossenen Räumen stark ansteigen kann, sollte man regelmäßig lüften - mindestens drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten. Regelmäßiges Lüften verbessert darüber hinaus das Raumklima und stärkt so die Mund- und Nasenschleimhäute, die zur Abwehr von Viren sehr wichtig sind.
Andere Menschen schützen
Bei jeder Erkältung oder Infektion besteht die Gefahr, andere Menschen anzustecken. Im Falle einer Influenza besteht Ansteckungsgefahr sogar schon dann, wenn die -> Symptome noch gar nicht ausgebrochen sind. Um anderen Menschen vor Ansteckung zu schützen, sollte man auf erste Anzeichen einer Erkrankung achten und die Hygiene- und Schutzmaßnahmen ernst nehmen. Große Ansammlungen von Menschen und dichten Kontakt sollte man wenn möglich meiden, da Viren dann besonders gut übertragen werden. Auf besonders engen Kontakt zu Mitmenschen, etwa Händeschütteln oder Küsschen zur Begrüßung, sollte man daher verzichten. Reisen ins von einer Pandemie betroffene Gebiete sollte man generell vermeiden.

Hygienemasken über Mund und Nase verringern in erster Linie das Ausatmen von Viren, dienen also insbesondere dem Schutz der Mitmenschen. Nur in begrenztem Maß können diese Masken auch vor dem Einatmen großer kontaminierter Tröpfchen schützen. Über die Wirksamkeit dieser Masken während einer Pandemie liegen keine ausreichenden Daten vor. Hygienemasken sollten in jedem Fall dem europäischem Standard EN 14683 entsprechen.
Husten und Niesen
Um die Ausscheidung und Übertragung von Tröpfchen beim Husten oder Niesen zu minimieren, sollte man nur in ein Taschentuch oder die Ellenbeuge husten oder niesen. Beim Husten sollte man außerdem größtmöglichen Abstand zu anderen Personen halten und sich dabei von diesen abwenden. Dies ist nicht unhöflich, sondern schützt die anderen Menschen vor Ansteckung.Benutzte Einweg-Papiertaschentücher sollten nach Gebrauch umgehend und sicher entsorgt werden - etwa in einer Plastiktüte, aus der keine Viren entkommen können. Bei der Benutzung von Taschentüchern ist darauf zu achten, dass kein Sekret aus dem Taschentuch an die Hände gelangt. Nach der Entsorgung sollte man sich die Hände waschen. Stofftaschentücher sollten nicht verwendet werden, da sich die Viren in diesen einnisten können.